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Chronik der Stadt
Bischofsburg

Ausführliche Chronik

I. Abschnitt Bischofsburg unter der Herrschaft der Fürstbischöfe von Ermland. 1395-1772 Seite 01
II. Abschnitt Bischofsburg unter der Herrschaft der preußischen Könige. 1772-1918 Seite 23
  Auflistung der im Ersten Weltkrieg gefallenen Bischofsburger Seite 56
III. Abschnitt Bischofsburg im preußischen Freistaat und im Staate Adolf Hitlers. Seit 1918 Seite 63


Quelle: Geschichte der Stadt Bischofsburg von Hauptlehrer R. Teichert, gedruckt im Auftrage des Bürgermeisters der Stadt Bischofsburg, Erscheinungsjahr vermutlich 1934 oder 1935.

Kurzchronik

Bischof Heinrich III. Sorbom war es, der an der Dimmer eine Burg zur Sicherheit des Landes errichten ließ. Um die Burg hat sich dann später die gleichnamige Stadt erhoben. Das landesherrliche Schloß Bischofsburg wird zuerst am 13. Dezember 1389 in der Gründungsurkunde für das Gut Bansen erwähnt. Am 17. Oktober 1395 wurde dann die Stadt Bischofsburg durch denselben Bischof gegründet. Die Gründungsurkunde ist noch erhalten und befindet sich im Staatsarchiv in Königsberg. Bischofsburg hat im Laufe seines Bestehens alle Nöte durchgemacht, von denen die Landschaft in den vergangenen Jahrhunderten betroffen wurde. 1414 wurde Bischofsburg nebst dem Schloß zum ersten Male eingeäschert. In den folgenden Jahrhunderten brannte es wiederholt, zum Teil vollständig nieder. Von 1466 bis 1772 gehörte es wie das ganze Ermland zu Polen. Erst um die Mitte des vorigen Jahrhunderts entwickelt sich Bischofsburg, das bis dahin zu den kleinsten Städten Ermlands zählte. Zu dieser Entwicklung haben vor allem die Verlegung des Landratsamts nach hier (1862), die Eröffnung der Eisenbahnlinie Thorn-Insterburq (1871) und die Herlegung einer Garnison (1899) beigetragen. Während des Weltkrieges hatten die Russen auch Bischofsburg besetzt. Neun Wohnhäuser wurden ein Opfer der Flammen. Mehrere Einwohner wurden verschleppt. Nach dem Weltkriege verlor Bischofsburg seine Garnison, die es erst 1934 wiedererhielt. Nach der Machtübernahme durch den Nationalsozialismus nimmt sie einen außergewöhnlichen Aufschwung, der ganz unzweideutig im Anwachsen der Einwohnerzahl und im äußeren Stadtbild zum Ausdruck kommt. Die Ortsgruppe der NSDAP wurde im September 1930 gegründet.

Quelle: Einleitung zum Nachdruck Einwohnerbuch Kreis Rössel, 1939.