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Treffen 2005
der Bischofsburger Heimatfreunde

Liebe Bischofsburger,

zum 20. Treffen der Bischofsburger Heimatfreunde, das vom 26. bis 29. August 2005 in der Heimvolkshochschule Weberhaus in Nieheim stattfand, konnte Kurt Kunz im Namen des Veranstaltungsteams wieder rund 100 Teilnehmer, darunter wiederum einige neue, willkommen heißen und das Treffen eröffnen. Danach stand der Abend vorwiegend im Zeichen von Wiedersehensfreude, der persönlichen Begegnung, des Erinnerungsaustausches und eines fröhlichen Miteinanders.

Im Mittelpunkt des zweiten Tages stand eine Fotoausstellung "Bischofsburg gestern - Biskupiec heute", die Motive unserer Vaterstadt aus der Zeit zwischen 1900 und 1945 sowie vom heutigen Biskupiec, aber auch alte Ansichten der anderen ermländischen Städte und einiger Dörfer zeigt. Über diese Ausstellung wird an anderer Stelle ausführlicher berichtet. Wer noch mehr Erinnerungsbilder sehen wollte, konnte sich die Diaschau "Liebes altes Bischofsburg - unsere Vaterstadt in alten und neuen Bildern", die bereits im Jahr zuvor gezeigt worden war, noch einmal anschauen.

Trotz der grässlichen Bilder, die bei den meisten Zuschauern unangenehme Erinnerungen an eigene Erlebnisse wachriefen, fand der von Reinhard Plehn vorgeführte Videofilm "Ostpreußen im Todeskampf", ein Dokument der Tragödie von Januar bis Mai 1945, unerwarteten Anklang.

Für unseren traditionellen Tanzabend hatten wir diesmal einen professionellen Alleinunterhalter aus Höxter engagiert, es mit seinen altersangepaßten Rhytmen gelang, selbst eingefleischte Nichttänzer auf die Tanzfläche zu zwingen. Er begleitete auch die zum Tagesausklang am "Lagerfeuer" gemeinsam gesungenen Gute-Nacht-Lieder.

Ein Höhepunkt des Treffens war diesmal der Sonntagsausflug zur Besichtigung des Ziegel- und Betonwerkes LÜCKING in Warburg-Bonenburg, zu der unser Heimatfreund Ulrich Thater, Sohn des bekannten Ziegeleibesitzers und Landwirts aus Neudims, eingeladen hatte. Ulrich Thater war 1945 aus Neudims geflüchtet, trat 1953 nach Schulausbildung und erfolgreichem Ingenieursstudium als Betriebsleiter beim Paderborner Unternehmen August Lücking seinen Dienst an, heiratete 1957 eine Enkeltochter des Firmengründers und führte das Unternehmen durch Höhen und Tiefen zu seiner heutigen Größe. Inzwischen wird das Unternehmen in vierter Generation von seinem Sohn Joachim geleitet, der uns begrüßte und erste Einblicke in die Produktionslinien des Werkes vermittelte. Danach konnten wir unter sachkundiger Führung die Herstellung großer Gitterziegel von der Beschickung und Mischung der Rohstoffe Ton, Lehm und Sand bis zum verkaufsfertigen Endprodukt verfolgen.

Es war beeindruckend zu sehen, dass in der riesigen Werkshalle der ganze Prozeß wie von Zauberhand gesteuert ablief. Nur ganz wenige Fachkräfte überwachten an computergestützten Arbeitsplätzen das Geschehen, um ggf. korrigierend eingreifen zu können. Das gemeinsame Kaffeetrinken in einem örtlichen Restaurant beendete einen erlebnisreichen Nachmittag, für den wir uns auch an dieser Stelle bei unserem Heimatfreund Ulrich Thater, seinem Sohn Joachim und allen Helfern ganz herzlich bedanken.

Ein ganz großes Dankeschön gilt auch allen unseren Humoristen, die am geselligen Abschiedsabend wieder einmal unsere Lachmuskeln strapazierten. Und wieder war es unser "Chefhumorist" und mit 93 Jahren ältester Teilnehmer Dr. Hans Kulbatzki, der den bunten Reigen alter und neuer Vortragskünstler anführte und für seine witzigen Beiträge in unnachahmlicher Vortragsmanier donnernden Applaus erhielt.

Besonderen Dank schulden wir auch unserem Heimatfreund Hans-Jürgen Walter, der mit auflockernder Musikbegleitung und witzigen Couplets zur guten Stimmung beitrug, sowie unserem "Thekenteam" Anneliese und Heinz Schlieper, die unermüdlich für unser leibliches Wohl sorgten.

Ich denke, wir haben wieder ein erlebnisreiches und sehr harmonisch verlaufendes Wochenende genossen, von dem die Teilnehmer noch lange zehren werden. Das belegen beispielhaft zwei Stimmen aus eingegangenen Dankschreiben:
".gleichzeitig möchten wir uns noch einmal für die schönen Tage in Nieheim bedanken. Es war so wohltuend, mal wieder bei so vielen lieben Menschen zu sein und heimatliche Klänge zu hören! Diese 3 Tage haben 4 Wochen Kur ersetzt, die gar nicht so schön sein könnte!!"
"..Wir zehren noch von Nieheim. Jeden Tag sprechen wir davon. So etwas Schönes hatten wir nicht erwartet. Wir sind sehr dankbar für die Einladung. Wenn wir gesund bleiben, kommen wir nächstes Jahr wieder, ja?"

Freuen wir uns also auf unser nächstes Treffen, das vom 25. bis 28. August 2006 stattfinden wird. Man sollte sich den Termin vormerken. Das Veranstaltungsteam wird bemüht sein, wieder mit einem attraktiven Programm aufzuwarten.

Heinrich Ehlert, Alter Soestweg 65, 59821 Arnsberg, Telefon: (0 29 31) 60 71
Arnsberg im Oktober 2005

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